Verein der Gartenfreunde Zweendamm e.V.



Der Garten im August
Lavendel, Foto: Th. Wagner Tipp: Lavendel muss im Laufe des Augusts zurückgeschnitten werden, damit er noch einmal austreibt. So vorbereitet, kommt er gut durch den Winter. Der Rückschnitt erfolgt, wenn alle Blüten abgeerntet sind.
(02.08.2010, Thomas Wagner)
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Kürbis und TomateWenn zum Erntedankfest große Kürbisse geerntet werden sollen, muss beizeiten darauf geachtet werden, nur zwei bis drei Früchte je Pflanze zu belassen. Diese werden dann sehr groß. Mit dem Entfernen der überflüssigen Früchte wird gewartet, bis die kräftigsten etwa tennisballgroß sind. Gleichzeitig werden alle Triebe so gekürzt, dass nach der letzten Frucht, die hängen bleiben soll, noch zwei Blätter an den Ranken verbleiben. Auch an den Tomatenpflanzen werden Anfang August die Spitzen der Haupttriebe entfernt, weil die nachfolgenden Fruchtstände nicht mehr erntefertig ausreifen. Dabei wird über dem letzten, gut entwickelten Blütenstand nur ein Blatt stehen gelassen.




Johannisbeeren schneiden
Alte Johannis- und Stachelbeersträucher können bereits nach der Ernte ausgelichtet werden. Die Pflanzen bringen gleichmäßige Ernten, wenn jährlich überalterte Triebe entfernt und durch junge ersetzt werden. Überalterte Triebe sind am kümmerlichen Jahrestrieb erkennbar. Sie fruchten zwar noch, aber die Beeren werden immer kleiner. Von den neuen Bodentrieben werden nur so viele stehen gelassen, wie als Ersatz für die alten gebraucht werden. Das Auslichten im August hat den Vorteil, dass bei den Sträuchern im belaubten Zustand besser erkennbar ist, was zu dicht steht. In unbelaubtem Zustand sieht der Strauch viel luftiger aus. Die jungen Ersatztriebe müssen so stehen, dass die Form des Strauches bewahrt bleibt. Um das zu erreichen, können die Triebe auch durch Binden etwas gelenkt werden.

Stauden teilen
Fast alle verblühten Stauden können ab Ende August geteilt und umgepflanzt werden. Die Pflanzen haben dann bis zum Herbst noch genügend Zeit zum Einwurzeln, um den Winter gut zu überstehen. Das Einwachsen wird wesentlich gefördert, wenn der Boden zwischen frisch gepflanzten Stauden mit einer starken Mulchschicht bedeckt wird. Nach dem Aufbringen der Bodendecke sollte durchdringend gegossen werden. So bleibt der Boden unter der Mulchschicht lange gleichmäßig feucht.




Herbstzeitlose pflanzen
Im August gepflanzte Herbstzeitlose (Colchicum) blühen noch im gleichen Jahr zur Monatswende September/Oktober. Das Laub erscheint jedoch erst im Frühjahr. Herbstzeitlose wirken am besten in Tuffs. Darum pflanzt man mindestens drei Zwiebeln in einem Trupp zusammen. Obwohl die Herbstzeitlosen vollsonnige Lagen sehr gut vertragen, gedeihen sie auch im Halbschatten. Colchicum sollten nur umpflanzt werden, wenn es unbedingt notwendig ist. Ungestört entwickeln sie sich am Besten. Eine Sache allerdings trübt die Freude an den Herbstschönen: Alle Pflanzenteile sind außerordentlich giftig (Colchicin). Denken Sie mit Rücksicht auf Kleinkinder oder Haustiere daran.

 

 

 

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Waldbäume in Kleingartenanlagen ?

In einem Urteil des Amtsgerichtes Potsdam vom 31.07.1999 zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren (75 Owi 335/99) wurde sinngemäß folgendes ausgeführt: Das Bundeskleingartengesetz (BKleingG) ist gegenüber einer auf Landesrecht fußenden Baumschutzsatzung höherrangiges Recht und kann diese deshalb durchbrechen. Waldbäume haben "in einem Kleingarten nichts zu suchen". Im Ergebnis kön-nen, so das Gericht, Waldbäume in Kleingärten künftig ohne Entscheidungsbefugnis den zuständigen Behörden beseitigt werden.
Das BKleingG als Bundesgesetz ist im Range höher als das Landesrecht in der Ausprägung einer den Schutz der Bäume umfassenden Verordnung oder Satzung. Dies gilt aber nur dann, wenn die landes-rechtliche Vorschrift im Widerspruch zu der des Bundes steht. Insoweit sind die konkreten landes-rechtlichen Bestimmungen zum Naturschutz sowie Baumschutzsatzungen zu prüfen.
Bei der Bewertung dieser Frage ist insbesondere die Definition eines Kleingartens (§§ 1,3 BKleingG) zu prüfen. Ein Wesensmerkmal ist dabei die kleingärtnerische Nutzung im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 BKleingG. In der Kommentierung zum BKleinG hat dazu Dr. Mainczyk ausgeführt:
"Aus der Insbesondere-Regelung in § 1 Abs. 1 Nr. 1 ist zu entnehmen, dass sich die nicht erwerbsmäßige gärtnerische Nutzung … auch eine andere gärtnerische Nutzung nicht ausschließt. Hierzu gehören die Bepflanzung von Gartenflächen mit Zierbäumen (z.B. Wacholder, Zypressen als Anm. d.Verf.), …;Waldbäume und sonstige hochstämmige Bäume gehören nicht hierzu." (Vgl. Kommentar 8. Auflage, 2002, Seite 50)

 

Mit dieser Bestimmung sollen Waldbäume, soweit diese nicht bereit bei der Errichtung der Kleingar-tenanlage vorhanden waren oder sich auf Gemeinschaftsflächen befinden, ausgeschlossen sein, weil sie mit der Bestimmung über die Bodennutzung beschränkten Kleingarten-Grundfläche von höchstens 400 m² in eine solche Konkurrenz treten würden, die dann ggf. die übrigen Nutzungsanforderungen beschränken würde, die an einen Kleingarten gestellt sind. Es wird also mithin deutlich, dass es nicht um den (Wald-) Baum als solchen geht, sondern "lediglich" um die Erhaltung der gartenbaulich nutzbaren Grundfläche.

Das Naturschutzrecht ist ein Teilgebiet des öffentlichen Rechtes und Angelegenheit der Länder (Vgl. Art. 75 I Nr. 3, III GG). Nach § 26 I Satz 2 Landesnaturschutzgesetz M-V (LNatG) kann die Untere Naturschutzbehörde Rechtsverordnungen erlassen, die den Schutz der Bäume regeln; nach § 26 III kann die Gemeinde für die im Zusammenhang bebauten Ortsteile eigene Regelungen in Form einer Satzung treffen; solange sie von diesem Recht keinen Gebrauch macht, gilt die Gehölzschutzverordnung auch für diese Gebiete uneingeschränkt fort. Dies steht dem Wortlaut des BKleingG nicht entgegen. Die Baumschutzsatzung ist eine auf das Gemeinwohl abzielende Vorschrift, weil sie die ökologische Bedeutung sowohl des einzelnen Baumes als auch des Gesamtbestandes als Schutzzweck in den Vordergrund stellt.

Die Satzungen sind insoweit als Konkretisierung der Erholungsfunktion i.S.d. § 1 I Nr.1 BKleingG zu begreifen. Darüber hinaus füllen sie § 3 I Satz 2 BKleingG, wonach die Belange des Naturschutzes berücksichtigt werden sollen, aus.

Die danach zu berücksichtigenden Belange des Naturschutzes enthält das BKleingG natürlich als Bundesgesetz nicht und diese sind in dem entsprechenden Spezialgesetz verankert , was die Belange des Naturschutzes bedeuten, ist i.d.R. dem jeweiligen Naturschutzgesetz zu entnehmen. Da der Na-turschutz Länderangelegenheit ist, tritt für die Belange des Naturschutzes das Landesnaturschutzge-setz ein, hinsichtlich des Schutzes der Bäume also eine untergesetzliche Norm (Verordnung, Satzung).

 

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